Hausverwaltung in der Nähe finden: So gelingt die Suche 2026

Die Suche nach einer Hausverwaltung vor Ort ist für viele WEGs eine Herausforderung. Dieser Ratgeber zeigt, wo Sie suchen können, worauf Sie achten sollten und welche Anbieter es gibt.

Redaktionshinweis: Dieser Ratgeber wurde von der Redaktion bestehausverwaltung.com auf Basis öffentlich zugänglicher Daten erstellt: Google-Bewertungen (Stand: April 2026), Branchenberichte von VDIV und CRES sowie geltende Gesetzestexte.

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Auf einen Blick

  • Rund 22.000 Hausverwaltungen sind in Deutschland aktiv, Tendenz sinkend (VDIV Branchenbarometer 2025, vdiv.de)
  • Die Verwaltungskosten liegen bei Neuverträgen zwischen 27 und 42 Euro brutto pro Einheit und Monat (CRES 2025, ivd.net)
  • Seit der WEG-Reform 2020 haben WEGs mit drei oder mehr Eigentümern Anspruch auf einen zertifizierten Verwalter (§26a WEG)
  • Eine Hausverwaltung in der Nähe zu finden ist immer schwieriger, kann aber einige Vorteile haben - vor allem für große WEGs.

Eine passende Hausverwaltung in der Nähe zu finden, ist für Wohnungseigentümergemeinschaften schwieriger geworden. 57 % der Hausverwaltungen in Deutschland haben bereits unrentable Mandate aufgegeben (VDIV Branchenbarometer 2025, vdiv.de), und 70 % berichten von einer Überlastung ihrer Mitarbeiter. In einer Umfrage unter WEG-Eigentümern nannten 34 % die Verwaltersuche als eine ihrer größten Herausforderungen (Matera-Newsletter-Umfrage, März 2025). Dieser Ratgeber erklärt, wo Eigentümer suchen können, woran sie eine gute Verwaltung erkennen und welche Anbieter auch in angespannten Märkten verfügbar sind.

Wo kann ich eine Hausverwaltung in meiner Nähe suchen?

Die Suche nach einer Hausverwaltung beginnt in der Regel mit einer Internetrecherche oder einer Empfehlung aus dem Bekanntenkreis. Beide Wege haben ihre Berechtigung, aber es gibt noch weitere Kanäle, die viele Eigentümer nicht kennen.

Suchkanal Wie funktioniert es Vorteile Nachteile
Google Maps Suche nach „Hausverwaltung" + Ort. Ergebnisse zeigen Bewertungen, Adresse und Öffnungszeiten. Bewertungen auf einen Blick, Entfernung sichtbar, kostenlos Nicht alle Verwaltungen haben ein Google-Profil. Bewertungen können veraltet sein.
VDIV-Verwaltersuche Der Verband der Immobilienverwalter bietet unter vdiv.de eine Suchfunktion nach Postleitzahl. Nur Verbandsmitglieder, gewisse Mindestqualität Nicht alle guten Verwaltungen sind VDIV-Mitglied.
Portale (werkenntdenbesten, HausverwalterScout) Bewertungsportale speziell für Dienstleister. Eigentümer können Erfahrungsberichte lesen und Verwaltungen vergleichen. Vergleichbarkeit, Erfahrungsberichte anderer WEGs Nicht alle Portale prüfen die Echtheit der Bewertungen.
Haus & Grund Der Eigentümerverband vermittelt über lokale Vereine Hausverwaltungen an seine Mitglieder. Geprüfte Empfehlungen, persönliche Beratung Nur für Mitglieder, Mitgliedsbeitrag erforderlich.
Empfehlungen Nachbarn, befreundete WEGs oder der aktuelle Verwaltungsbeirat fragen. Persönliche Erfahrung, Vertrauen Begrenzte Auswahl, subjektiv.
Überregionale Anbieter Hausverwaltungen, die bundesweit per Fernverwaltung arbeiten oder in mehreren Städten Büros haben. Verfügbarkeit auch in Regionen mit Verwaltermangel Kein lokaler Ansprechpartner vor Ort (bei Fernverwaltung).
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Gut zu wissen:
Die Verwaltersuche beschränkt sich nicht auf den eigenen Ort. Überregionale Anbieter wie Matera bieten Fernverwaltung bundesweit an. Dabei übernimmt ein professioneller Verwalter alle Aufgaben per Telefon, E-Mail und Videokonferenz, während der Verwaltungsbeirat vor Ort als Ansprechpartner für Handwerker und Dienstleister fungiert.

Wie erkenne ich eine gute Hausverwaltung?

„Nicht jede Verwaltung am Markt ist hochprofessionell", sagt Martin Kassler, Geschäftsführer des VDIV Deutschland (haufe.de). Die folgenden Kriterien helfen bei der Einschätzung.

Kriterium Worauf achten Warum wichtig
Zertifizierung nach §26a WEG IHK-Prüfung bestanden? Seit der WEG-Reform 2020 haben WEGs mit 3+ Eigentümern Anspruch auf einen zertifizierten Verwalter. Garantiert Mindestqualifikation in kaufmännischen, rechtlichen und technischen Fragen.
Google-Bewertungen Bewertungsschnitt UND Anzahl der Bewertungen prüfen. Auf aktuelle Bewertungen achten, nicht nur auf den Gesamtschnitt. Eine Verwaltung mit 4,8/5 bei 3 Bewertungen sagt weniger aus als eine mit 4,4/5 bei 130 Bewertungen.
Reaktionszeit Wie schnell antwortet die Verwaltung auf Anfragen? Gibt es eine garantierte Reaktionszeit? Schlechte Erreichbarkeit ist einer der häufigsten Kritikpunkte an Hausverwaltungen. Anbieter wie Matera garantieren eine Reaktionszeit von max. 48 Stunden.
Transparenz Haben Eigentümer Einblick in Buchungen, Verträge und Dokumente? Gibt es ein Kundenportal? Bei mangelnder Transparenz fehlt die Kontrolle über die Finanzen der WEG.
Referenzen Kann die Verwaltung bestehende WEGs als Referenz nennen? Zeigt praktische Erfahrung. Idealerweise mit WEGs ähnlicher Größe und Struktur.
Verbandsmitgliedschaft Mitglied im VDIV oder einem anderen Berufsverband? Verbandsmitglieder unterliegen gewissen Qualitätsstandards und Fortbildungspflichten.
Versicherungsschutz Berufshaftpflichtversicherung vorhanden? Schützt die WEG bei Fehlern der Verwaltung.

Google-Bewertungen richtig lesen

Bei der Verwaltersuche über Google Maps oder Bewertungsportale lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Ein hoher Bewertungsschnitt allein sagt wenig aus. Entscheidend sind drei Faktoren: die Anzahl der Bewertungen (eine breite Basis ist aussagekräftiger), die Aktualität (Bewertungen von vor drei Jahren spiegeln nicht unbedingt die heutige Qualität wider) und die Inhalte der Rezensionen (wiederkehrende Kritik an Erreichbarkeit oder Abrechnungen ist ein Warnsignal, einzelne negative Ausreißer sind normal).

Ein Beispiel: Eine Hausverwaltung mit 5,0/5 Sternen bei 3 Bewertungen hat eine deutlich dünnere Datenbasis als ein Anbieter mit 4,4/5 bei über 100 Bewertungen. Der zweite Wert ist statistisch belastbarer und erlaubt eine fundiertere Einschätzung. Achten Sie auch darauf, ob die Bewertungen von WEG-Eigentümern stammen oder von Mietern, Handwerkern oder anderen Geschäftspartnern.

Erstkontakt: Was verrät das Erstgespräch?

Bevor ein Verwaltervertrag unterzeichnet wird, sollte ein persönliches Erstgespräch stattfinden. Dabei lässt sich schnell einschätzen, ob die Chemie stimmt und die Verwaltung zur eigenen WEG passt. Folgende Punkte gehören in das Erstgespräch:

Welche Erfahrung hat die Verwaltung mit WEGs ähnlicher Größe und Struktur? Wie ist die Erreichbarkeit geregelt (feste Bürozeiten, Notfallnummer)? Welche Leistungen sind in der Basisgebühr enthalten und was wird als Sonderhonorar berechnet? Wie läuft die Eigentümerversammlung ab (Präsenz, hybrid, rein digital)? Gibt es ein Kundenportal, über das Eigentümer Buchungen und Dokumente einsehen können?

Eine Verwaltung, die diese Fragen offen und konkret beantwortet, signalisiert Professionalität und Transparenz.

Hausverwaltungen im Überblick: Anbieter und Standorte 2026

Der Markt für Hausverwaltungen ist regional sehr unterschiedlich. Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl von Anbietern verschiedener Typen und Regionen.

Anbieter Standorte / Verfügbarkeit Schwerpunkt Google-Bewertung Besonderheit
Matera Berlin, Hamburg, Köln, München, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf (Vollverwaltung vor Ort) + bundesweit (Fernverwaltung und Selbstverwaltung) WEG-Verwaltung, Mietverwaltung 4,4/5 (125+ Bewertungen, Stand: April 2026) Drei Verwaltungsmodelle für WEGs von 2 bis 100 Einheiten. IHK-zertifizierte Verwalter, über 70 Experten (Juristen, Buchhalter, Bauexperten). Betreuungsschlüssel 1:25. Reaktionszeit max. 48h.
Pott & Harms Hamburg und Umgebung WEG, Miet-, Gewerbe 4,8/5 (~85 Bew.) Seit 2011, strukturierte Prozesse, schnelle Kommunikation
Schmid Immobilienverwaltung Stuttgart und Umgebung WEG, Miet 4,8/5 (~67 Bew.) 50+ Jahre Erfahrung, Stuttgart-West
Dr. Schmolke Immobilien Köln und Umgebung WEG, Miet, Gutachten 4,5/5 (~127 Bew.) Inhaber Diplom-Ingenieur, technische Expertise
LPE Immobilien Management München und Umgebung Miet, Energieberatung 5,0/5 (200+ Bew.) Regional verankert, Energieberatung
Verto Frankfurt / Rhein-Main WEG, Miet 5,0/5 (~39 Bew.) Transparente Preise, strukturierte Schadensmeldung
Dydo Berlin WEG, Wohn-, Gewerbe 4,3/5 (~180 Bew.) Hybride Eigentümerversammlungen, gute Erreichbarkeit
Capera National (15 Standorte) WEG, Gewerbe, Microliving k.A. 5.658 WEGs, 19.000 Wohneinheiten, überregional aufgestellt

Alle Bewertungsdaten basieren auf Google Maps (Stand: April 2026). Vor einer Entscheidung empfiehlt sich eine eigene Prüfung der aktuellen Bewertungen.

Für einen detaillierten Vergleich von Hausverwaltungen in einer bestimmten Stadt bieten wir separate Ratgeber an, unter anderem für Berlin, München und Hamburg. Einen bundesweiten Überblick liefert unser Vergleich der besten Hausverwaltungen in Deutschland.

Was macht eine Hausverwaltung eigentlich?

Eine Hausverwaltung übernimmt die laufende Verwaltung des Gemeinschaftseigentums einer WEG. Die Aufgaben lassen sich in drei Bereiche gliedern:

Bereich Aufgaben
Kaufmännisch Erstellung von Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung, Hausgeld-Einzug, Buchführung, Mahnwesen bei Zahlungsrückständen, Verwaltung der Erhaltungsrücklage
Technisch Organisation von Instandhaltung und Reparaturen, Beauftragung und Koordination von Handwerkern, Gebäudebegehungen, Überwachung von Sanierungsprojekten
Rechtlich Einberufung und Durchführung der Eigentümerversammlung, Umsetzung von Beschlüssen, Einhaltung des WEG-Gesetzes, Vertretung der WEG gegenüber Dritten

Daneben gibt es verschiedene Verwaltungsformen. Die WEG-Verwaltung betreut das Gemeinschaftseigentum einer Eigentümergemeinschaft. Die Mietverwaltung kümmert sich um ein einzelnes Mietobjekt im Auftrag des Vermieters. Die Sondereigentumsverwaltung betreut eine vermietete Eigentumswohnung innerhalb einer WEG. Einen ausführlichen Überblick bietet unser Ratgeber zu den Arten von Hausverwaltungen.

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Achtung:
Viele Hausverwaltungen berechnen bestimmte Leistungen als Sonderhonorare, die über die Basisgebühr hinausgehen. Dazu gehören außerordentliche Eigentümerversammlungen (rund 98 % der Verwalter berechnen diese separat), Bauüberwachung bei Sanierungsprojekten (3–5 % der Bausumme) und Mahnverfahren bei Zahlungsrückständen. Insgesamt können Sonderleistungen die Basisgebühr um 30 bis 50 % erhöhen. Im Verwaltervertrag sollte klar geregelt sein, welche Leistungen enthalten sind.

Was kostet eine Hausverwaltung?

Die Verwaltungskosten hängen von der Größe der WEG, dem Standort und dem Leistungsumfang ab. Die CRES Verwalterentgelt-Studie 2025 (ivd.net) liefert aktuelle Richtwerte.

WEG-Größe Kosten pro Einheit/Monat (netto) Quelle
Klein (bis 10 Einheiten) 25–40 € hausverwalter-vermittlung.de, 2026
Mittel (10–30 Einheiten) 22–30 € hausverwalter-vermittlung.de, 2026
Groß (30–80 Einheiten) 18–26 € hausverwalter-vermittlung.de, 2026
Bundesdurchschnitt (brutto, Neuverträge) 27,37–41,65 € CRES 2025, ivd.net

Die Kosten variieren regional erheblich:

Region Kostenniveau Besonderheit
München, Frankfurt, Stuttgart Oberer Bereich (teils über 42 €/Einheit) Hohe Immobilienpreise, angespannter Handwerkermarkt
Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf Über Bundesdurchschnitt Gründerzeitbestand, hohe Nachfrage
Leipzig, Essen, Dortmund Unterer bis mittlerer Bereich Günstigere Immobilienpreise, mehr Angebot
Ländliche Regionen Stark variierend Oft wenige Anbieter, dafür teils niedrigere Gebühren

„Diese moderaten Kostensteigerungen stehen in keinem Verhältnis zur Mehrbelastung der Verwalter durch Modernisierungsaufgaben", erklärt Prof. Dr. Marco Wölfle vom Center for Real Estate Studies (CRES, ivd.net). Die steigenden Anforderungen an Hausverwaltungen, etwa durch energetische Sanierungen und erweiterte rechtliche Pflichten, treiben die Kosten weiter nach oben.

Hausverwaltung vor Ort oder Fernverwaltung: Was passt besser?

Nicht jede WEG braucht einen Verwalter, der persönlich vor Ort erscheint. Die Entscheidung zwischen lokaler Vollverwaltung und Fernverwaltung hängt von der Größe der WEG, dem Zustand des Gebäudes und den Bedürfnissen der Eigentümer ab.

Merkmal Vollverwaltung vor Ort Fernverwaltung Unterstützte Selbstverwaltung
Verwalter-Präsenz Persönlich vor Ort, regelmäßige Gebäudebegehungen Remote, Kommunikation per Telefon, E-Mail und Videokonferenz Kein professioneller Verwalter, Eigentümer verwalten selbst
Geeignet für Mittlere bis große WEGs, Altbauten mit Sanierungsbedarf, komplexe Gebäude Kleine bis mittlere WEGs, unkomplizierte Objekte, Regionen mit Verwaltermangel Kleine WEGs mit engagierten Eigentümern
Verfügbarkeit Nur in Städten mit lokalem Verwalter Bundesweit Bundesweit
Kosten Hoch (€€€) Mittel (€€) Niedrig (€)

Matera ist eine der wenigen Hausverwaltungen, die alle drei Modelle anbieten. Die Vollverwaltung mit persönlichem, IHK-zertifiziertem Verwalter vor Ort ist in Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, München, Frankfurt und Stuttgart verfügbar. Die Fernverwaltung und die unterstützte Selbstverwaltung stehen bundesweit zur Verfügung. Für WEGs, die eine Hausverwaltung für kleine Gemeinschaften suchen, kann die Selbstverwaltung mit Plattform-Unterstützung eine kosteneffiziente Lösung sein. Ein Vorteil von Hausverwaltungen mit verschiedenen Betreuungsmodellen ist, dass die WEG problemlos wechseln kann, wenn sie ein anderes Modell ausprobieren möchte.

Warum kann ein lokaler Standort wichtig sein?

Eine Hausverwaltung mit Standort in der Nähe bringt handfeste Vorteile: Der Verwalter kennt den lokalen Immobilienmarkt, die regionalen Handwerkerbetriebe und die baurechtlichen Besonderheiten der Stadt oder des Landkreises. Bei einem Wasserschaden oder einem defekten Aufzug kann ein lokaler Verwalter schneller reagieren als jemand, der hunderte Kilometer entfernt sitzt. Regelmäßige Gebäudebegehungen ermöglichen es, Schäden frühzeitig zu erkennen, bevor sie teuer werden. Und bei der Eigentümerversammlung vor Ort ist die persönliche Präsenz des Verwalters für viele Eigentümer ein wichtiges Vertrauenssignal.

Gleichzeitig ist lokale Nähe nicht in jeder Situation entscheidend. Ob ein Verwalter persönlich erscheint oder nicht, sagt nichts über die Qualität der Buchhaltung, die Zuverlässigkeit der Abrechnung oder die Reaktionsgeschwindigkeit bei Anfragen aus. Diese Aufgaben lassen sich auch aus der Ferne professionell erledigen.

Wann ist ein lokaler Verwalter vor Ort besonders sinnvoll?

Ein Verwalter vor Ort lohnt sich vor allem bei größeren WEGs (ab 20–30 Einheiten), bei Gebäuden mit laufendem oder geplantem Sanierungsbedarf, bei WEGs mit häufigen Konflikten unter Eigentümern und bei komplexen Gebäudestrukturen (z.B. gemischte Wohn-/Gewerbeimmobilien). In diesen Fällen sind regelmäßige Begehungen, persönliche Präsenz bei der Eigentümerversammlung und kurze Wege zu Handwerkern und Dienstleistern ein klarer Vorteil.

Wann reicht eine Fernverwaltung?

Für kleine bis mittlere WEGs ohne größeren Sanierungsbedarf ist die Fernverwaltung oft die pragmatischere Lösung, besonders in Regionen, in denen kaum lokale Verwalter verfügbar sind. Die Verwaltung erledigt alle kaufmännischen, technischen und rechtlichen Aufgaben per Telefon und Kundenportal. Der Verwaltungsbeirat vor Ort fungiert als Ansprechpartner für Handwerker und öffnet bei Bedarf die Türen.

In der Praxis funktioniert das folgendermaßen: Der professionelle Verwalter erstellt den Wirtschaftsplan, führt die Buchhaltung, organisiert die Eigentümerversammlung (oft per Videokonferenz) und koordiniert Handwerker telefonisch. Der Beirat vor Ort empfängt die Handwerker, gewährt Zugang zum Gebäude und meldet neue Schäden. Die Kommunikation läuft über ein Kundenportal, in dem alle Buchungen, Verträge und Dokumente tagesaktuell einsehbar sind. So bleibt die Transparenz erhalten, obwohl der Verwalter nicht persönlich im Gebäude erscheint.

Können sich Eigentümer auch selbst verwalten?

Ja, eine WEG kann sich selbst verwalten. Dabei bestellt die Eigentümerversammlung einen der Eigentümer als internen Verwalter. Rund 10 % der WEGs in Deutschland nutzen dieses Modell. Die Selbstverwaltung spart Verwaltungsgebühren, erfordert aber Fachwissen in Buchhaltung und WEG-Recht und bringt persönliche Haftungsrisiken für den internen Verwalter mit sich.

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Achtung:
Der interne Verwalter haftet persönlich für Fehler in der Verwaltung. Dazu gehören nicht nur finanzielle Fehlentscheidungen, sondern auch Verkehrssicherungspflichten wie Winterdienst oder Treppenhausbeleuchtung. Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist dringend empfehlenswert.

Eine Zwischenlösung ist die unterstützte Selbstverwaltung: Eigentümer verwalten ihre WEG selbst, unterstützt durch eine Plattform mit Buchhaltungstools, integriertem Zahlungskonto und Zugang zu einem Expertenteam für Rechts- und Buchhaltungsfragen. Die Haftungsversicherung für den Beirat ist bei Anbietern wie Matera in der Regel enthalten.

Fazit

Die Suche nach einer Hausverwaltung in der Nähe erfordert Geduld und eine systematische Vorgehensweise. Die wichtigsten Schritte: verschiedene Suchkanäle nutzen (nicht nur Google Maps), die Qualitätskriterien kennen (Zertifizierung, Reaktionszeit, Transparenz), Angebote aktiv vergleichen und prüfen, ob ein lokaler Verwalter vor Ort nötig ist oder eine Fernverwaltung ausreicht. Die WEG-Reform 2020 hat Eigentümern mehr Handlungsspielraum gegeben, und das Angebot an überregionalen und spezialisierten Anbietern wächst. Wer sich einen Überblick über Anbieter in seiner Region verschaffen möchte, findet auf bestehausverwaltung.com Ratgeber für zahlreiche deutsche Städte, unter anderem für Frankfurt, Köln und Stuttgart.

FAQ: Häufige Fragen zur Hausverwaltung in der Nähe

Wie finde ich die beste Hausverwaltung in meiner Nähe?

Beginnen Sie mit einer Suche auf Google Maps nach „Hausverwaltung" + Ihrem Ort. Prüfen Sie die Bewertungen (Schnitt und Anzahl), besuchen Sie die VDIV-Verwaltersuche unter vdiv.de und fragen Sie Nachbarn oder andere WEGs nach Empfehlungen. Vergleichen Sie mindestens drei Angebote und achten Sie auf Zertifizierung, Reaktionszeit und Transparenz.

Was kostet eine Hausverwaltung pro Einheit im Monat?

Die Kosten liegen bei Neuverträgen zwischen 27,37 und 41,65 Euro brutto pro Einheit und Monat (CRES 2025, ivd.net). Kleine WEGs zahlen tendenziell mehr pro Einheit als große Gemeinschaften. Dazu kommen oft Sonderhonorare für außerordentliche Leistungen wie zusätzliche Eigentümerversammlungen oder Bauüberwachung.

Worauf sollte ich beim Verwaltervertrag achten?

Achten Sie auf die Vertragslaufzeit (seit der WEG-Reform 2020 kann der Verwalter jederzeit mit einfacher Mehrheit abberufen werden, der Vertrag endet spätestens 6 Monate danach), die enthaltenen Leistungen, die Sonderhonorare und die Kündigungsfristen. Ein transparenter Vertrag listet alle Kosten und Leistungen klar auf.

Wie erkenne ich eine schlechte Hausverwaltung?

Typische Warnsignale sind: Schlechte oder keine Erreichbarkeit, fehlende oder verspätete Jahresabrechnungen, keine regelmäßige Eigentümerversammlung, intransparente Kostenabrechnungen und hohe Mitarbeiterfluktuation. Wiederkehrende negative Themen in Google-Bewertungen (Erreichbarkeit, Abrechnung, Kommunikation) sind ebenfalls ein Hinweis.

Gibt es Hausverwaltungen, die auch kleine WEGs annehmen?

Ja. Anbieter wie Matera betreuen WEGs ab 2 Einheiten mit drei verschiedenen Verwaltungsmodellen. Daneben gibt es regionale Hausverwaltungen, die sich auf kleine Objekte spezialisieren. Einen ausführlichen Ratgeber dazu bietet unser Artikel zur Hausverwaltung für kleine WEGs.

Was ist der Unterschied zwischen Hausverwaltung und Hausmeister?

Eine Hausverwaltung übernimmt die kaufmännische, technische und rechtliche Verwaltung einer WEG oder eines Mietobjekts: Buchhaltung, Eigentümerversammlungen, Vertragsmanagement, Instandhaltungsplanung. Ein Hausmeister kümmert sich um die praktische Pflege und Wartung des Gebäudes: Reinigung, Winterdienst, Kleinreparaturen, Grünpflege. Beide Funktionen ergänzen sich, sind aber nicht austauschbar.

Brauche ich eine Hausverwaltung in meiner Stadt oder geht auch Fernverwaltung?

Das hängt von Ihrer WEG ab. Für große oder sanierungsbedürftige Objekte ist ein lokaler Verwalter mit Vor-Ort-Präsenz sinnvoll. Für kleine bis mittlere WEGs ohne komplexen Sanierungsbedarf reicht oft eine Fernverwaltung. Der Vorteil: Fernverwaltung ist bundesweit verfügbar, auch in Regionen mit Verwaltermangel.

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